Deckenwerk Holzminden fit für die Zukunft


Neue Stahlverarbeitung:
Kürzere Arbeitstakte, schnellerer Durchlauf, höhere Energieeffizienz
Die Produktionsstätte für Elementdecken am Standort Holzminden hat neue Anlagen für die Stahlverarbeitung erhalten. Die Stahlverarbeitung ist das „Herzstück” des Deckenwerks.
Die teilautomatische CAD/CAM-Anlage von 1990 wurde während einer Betriebspause demontiert. Danach konnten die neuen Geräte in kürzester Zeit montiert und eingerichtet werden. Jetzt „beliefern” spezialisierte Roboter die Deckenfertigung mit Bewehrungsstäben und Gitterträgern.




Drei Funktionen in einem Gerät: Magazinieren, Reinigen und Plotten.

Am Beginn eines Produktionszyklus in der Deckenfertigung steht ein so genanntes MRP-Gerät für das Magazinieren der Schalung, das Reinigen der Stahlpalette und das Plotten der neuen Plattengeometrie.
Fertigteilwerke wie das unsere beziehen den Stabstahl in Form von Coils, also zu großen Rollen aufgewickelt. Bei uns werden Stähle mit Durchmessern von 6 bis 16 mm verwendet.


Die Anlagen auf der Haspelbühne sind aus Sicherheitsgründen von Gittern umgeben.
Die Coils werden auf einer Haspelbühne bereitgehalten. Greifwerkzeuge des Richt- und Schneidroboters holen sich anhand der CAM-Daten den passenden Draht. Die durch das Aufwickeln zu Coils erzeugte Biegung wird in einer Rotor-Richtanlage gerade gerichtet. Im folgenden Schritt schneidet eine „fliegende” Schere den Draht in die benötigten Längen. Diese elektronisch gesteuerte Schere arbeitet deutlich leiser und verbraucht weniger Energie als vorher eine hydraulische Schere.



Auslaufbahn, auf der die abgelängten Stäbe jeweils „zu Dritt”
zum Einlegen in die Schalung bereitgestellt werden.

Die abgelängten Stäbe landen „zu Dritt” in einer schrägen Auslaufbahn, griffbereit für einen Linearroboter, der sie in Schalung einlegt. Dieser Roboter hat drei Greifwerkzeuge. Damit werden jeweils drei Stäbe gleichzeitig längs oder quer positioniert. Dieser Vorgang dauert nur noch ungefähr die halbe Zeit wie auf der alten Anlage.


Drei Stäbe gleichzeitig kann dieser völlig neu entwickelte
Linearroboter handhaben und positionieren.



Blick in die Umlaufanlage für die Produktion von Elementdecken.

Eine weitere wichtige „Zutat” sind die Gitterträger. Auch hier greift nicht Menschenhand, sondern ein Roboter zu. Ganz ähnlich wie die Stahlstäbe werden auch die Gitterträger „automatisch” abgeholt, abgelängt und für das Einlegen in die Schalung bereitgestellt.
Die Investition in die neue Stahlverarbeitung ermöglicht kürzere Arbeitstakte, einen schnelleren Durchlauf und einen größeren Ausstoß. Für unsere Mitarbeiter ergeben sich bessere Arbeitsbedingungen. Und auch die Umwelt profitiert: Die neue elektronische Steuerung arbeitet nicht nur präziser, sondern auch leiser, mit geringerem Energieverbrauch und höherer Energieeffizienz. Der Vorteil für unserer Kunden: Ein hohes Qualitätsniveau und verlässliche Lieferbereitschaft.



Gitterträger-Bereitstellung mittels Roboter: Links das Lager, oben
die Greifwerkzeuge, rechts Ablagefächer, darüber die
Schneideinrichtung.



Gitterträger-Zuführung mittels Roboter; rechts das Lager der
abgelängten Gitterträger, links die „Ziel”-Schalung.




Fertig bewehrte Schalungspalette vor dem Betonieren.



Betoniervorgang mit automatischem Betonverteiler.