
Beton und Farbe
Beton = grau. Von wegen!
„Grau“ umfasst zahllose Abstufungen von leuchtend weiß bis tiefschwarz. Beton anstreichen – das kann man machen. Dauerhafter und eleganter gelingt die Farbgestaltung mit Pigmenten und mit Zuschlägen.
Durchgefärbte Bauteile behalten ihre Anmutung auf lange Sicht.

Für die Farbgebung bieten sich zwei Verfahren an:
1.Nachträglich durch Anstrich oder Beschichtung.
Dies ermöglicht leuchtende, intensive Farben, doch geht die besondere Aura des Betons verloren. Anstriche müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden.
2.Über die Betonrezeptur, das heißt durch Wahl der Zementart (Grauzement oder Weißzement), durch Beimischung von Farbpigmenten und durch die Wahl der Zuschläge. Durchgefärbter Beton bleibt optisch lebendig und altert mit Würde.
Als Farbpigmente haben sich wasserunlösliche, anorganische Oxidpigmente bewährt; sie sind lichtecht und witterungsbeständig. Die möglichen Farbtöne reichen von Rot über Gelb, Grün, Blau, Braun und Schwarz. Pigmente gibt es als Pulver, als Kompaktpigment, als Granulat, aber auch als Pigmentsuspension (Flüssigfarbe).

In der Phase der Annäherung an ein Projekt helfen Musterplatten, zunächst DIN A4-„klein”, die Wirkung verschiedener Rezepturen auszuprobieren. Auf der Grundlage dieses Musters kann ein Referenzbauteil vereinbart werden. Die Referenzfläche dient zur Beurteilung der vereinbarten, zu liefernden Leistung.




