Glossar

     
   
 
     
  A  
 
Abbindeverzögerer
Betonzusatzmittel; verlängert die Zeitspanne für Transport und Verarbeitung des Betons.  
 
 
 
 
Anmachwasser
Wasser, das bei der Mischung und Aufbereitung von Beton, aber auch Mörtel oder Gips eingebracht werden muss, um die Mischung verarbeitbar zu machen und den Abbindeprozess in Gang zu bringen.  
 
 
 
 
Anorganische Oxidpigmente
Für die Einfärbung von Beton geeignete lichtechte, wetterstabile Pigmente; Beispiele: Titandioxid (weiß), Eisenoxide (Rot, Gelb, Schwarz und Braun), Chromdioxid (grün).  
 
 
 
 
Anti-Graffiti-Schutz
Im Betonbau: Oberflächenschutzsystem, das auf das fertige Bauteil im Sprühverfahren aufgebracht wird; lässt die Oberflächenfarbe satter erscheinen; bildet eine Schicht, die das Anhaften von Lackfarben und Tinten erschwert oder unterbindet.  
 
 
 
 
Architekturbeton
1. Ausführungen, die eine möglichst perfekte, einheitliche Oberfläche und Farbe zum Ziel haben. 2. Projekte, bei denen die Natürlichkeit und Lebendigkeit des Baustoffs Beton zugelassen oder bewusst betont werden.  
 
 
 
 
Aufrichtstation
Vorrichtung zum sicheren Handling hoher Doppelwandelemente. Beruht auf einer Idee der Ingenieure des Betonwerks Müller-Altvatter. Spart Zeit und Aufwand bei der Montage auf der Baustelle.  
 
 
 
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  B  
 
Betonkernaktivierung
Verfahren zur Raumklimatisierung, das als kostengünstig gilt und eine hohe Behaglichkeit verspricht. Weil eine große Fläche zur Temperaturübertragung genutzt wird, genügen schon geringe Temperaturunterschiede, um zu Heizen oder zu Kühlen. Vorrichtungen zur Betonkernaktivierung können in Wand- oder Deckenelemente werkseitig eingebaut werden.  
 
 
 
 
Betonrezeptur
Mischungsverhältnis der Bestandteile: 1. Zement, 2. Gesteinskörnung (Sand, Kies), 3. Wasser. Weitere mögliche Bestandteile: 4. Betonzusatzmittel, mit denen Verarbeitbarkeit, Erstarren, Erhärten oder Frostwiderstand eingestellt werden können; 5. Betonzusatzstoffe, z. B. Farbpigmente.  
 
 
 
 
Betonwerk 2000
Unternehmensentwicklungs- und Investitionsplan von MüVa für den Zeitraum von etwa zehn Jahren: Abbau der Abhängigkeit vom Tiefbau, Hinwendung zu qualitativ anspruchsvollen Hochbauprodukten, Aufbau CAD/CAM-gesteuerter Produktionsanlagen.  
 
 
 
 
Betonzusatzmittel
Ein Stoff, der während des Mischvorgangs des Betons in einer Menge hinzugefügt wird, die einen Massenanteil von 5 % des Zementanteils im Beton nicht übersteigt, um die Eigenschaften der Betonmischung im frischen und/oder erhärteten Zustand zu verändern.  
 
 
 
 
Betonzusatzmittel
Betonzusatzmittel sind flüssige, pulverförmige oder granulatartige Stoffe, die dem Beton während des Mischens in kleinen Mengen, bezogen auf den Zementgehalt zugegeben werden.  
 
 
 
 
Betonzusatzstoffe
Pulverförmige oder flüssige Zusätze, die bestimmte Eigenschaften des Betons beeinflussen. Im Gegensatz zu Betonzusatzmitteln sind sie bei der Rezeptur des Betons als Volumenbestandteile zu berücksichtigen. Beispiele: Farbpigmente, Flugasche, Fasern.  
 
 
 
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  C  
 
C-Klauen
C-förmiges Anschlagmittel für den Krantransport plattenförmiger Bauteile.  
 
 
 
 
CAD
„computer aided design“ – im Bauwesen: rechnergestützter Entwurf von Bauteilen und Gebäuden.  
 
 
 
 
CAD/CAM-gesteuerte Produktion
Produktion, bei der digitale Daten von CAD-Plänen automatisiert in die CAM-Steuerung eingelesen werden; Nutzen: Ausschluss von Doppelarbeit und menschlichen (Übertragungs-)Fehlern.  
 
 
 
 
CAM
„computer aided manufactoring“ – Computersteuerung von Produktionsanlagen einschließlich der unterstützenden Transport- und Lagersysteme.  
 
 
 
 
CIM
„computer integrated manufactoring“ – rechnergestützte Produktion mit gemeinsamer Datenbasis von der Konstruktion über die Produktion bis hin zu Logistik und Betriebsführung.  
 
 
 
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  D  
 
DIN 1045
Grundlegende Norm für Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton. Sie umfasst folgende vier Teile: Teil 1: Bemessung und Konstruktion Teil 2: Beton; Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität; Anwendungsregeln zu DIN EN 206-1 Teil 3: Bauausführung Teil 4: Ergänzende Regeln für die Herstellung und die Konformität von Fertigteilen  
 
 
 
 
DIN 18217
Verschiedene Regelwerke und Merkblätter geben Hinweise zu Planung und Ausführung von Sichtbetonbauwerken. Vor allem das DBV/BDZMerkblatt „Sichtbeton“ legt für Deutschland erstmalig konkrete Sichtbetonklassen mit definierten Anforderungen fest. Für den deutschsprachigen Raum können folgende Regelwerke angeführt werden: Deutschland: DIN 18217: „Betonflächen und Schalungshaut“, Ausgabe 12/1981 [1] DBV/BDZ-Merkblatt Sichtbeton, Ausgabe 2004 [2] Merkblatt über Sichtbetonflächen von Fertigteilen aus Beton und Stahlbeton, Fassung 1999, FDB, Bonn [4]  
 
 
 
 
DIN EN 12878
Die zur Einfärbung von Beton geeigneten Pigmente sind genormt in DIN EN 12878; Titel: „Pigmente zum Einfärben von zement- und/oder kalkgebundenen Baustoffen - Anforderungen und Prüfverfahren“; Deutsche Fassung EN 12878:2005 + AC:2006  
 
 
 
 
DIN EN 206-1
Grundlegende Beton-Norm; Titel: „Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität“ [von Beton].  
 
 
 
 
Dämmschicht
Bauteilschicht aus Dämmstoffen zur Verringerung der (Heiz)Wärmeverluste. Außen meist als Wärmedämmverbundsystem. Im Betonbau häufig als Kerndämmung in Sandwichelementen oder Thermowänden.  
 
 
 
 
Dämmstoff
Im Betonbau meist künstliche organische Schäume wie EPS (expandierter Polystyrol-Partikelschaum), XPS (extrudierter Polystyrol-Hartschaum), Polyurethan (PUR/PIR) oder Mineralfasern (Steinwolle oder Glaswolle).  
 
 
 
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  F  
 
Farbbeton
Beton, der durch Zusatz von Farbpigmenten im ganzen Querschnitt oder im Oberflächenbereich (mehrere Zentimeter tief) eingefärbt wird. Unterstützend können farbige Zuschläge verwendet werden.  
 
 
 
 
Flachdecken
Tragsystem, bei dem die Deckenplatte ihre Lasten punktförmig durch Stützen und Wände abträgt.  
 
 
 
 
Fotobeton
Schwarz-weiß-Abbildungen auf einer Betonoberfläche. Ein Abbindeverzögerer bewirkt, dass der Beton an verschiedenen Stellen unterschiedlich schnell aushärtet. Dadurch entstehen raue und glatte Flächen sowie Hell-Dunkel-Verläufe. Die hellen Bereiche des Motivs bleiben glatt, die dunklen werden ausgewaschen. Der Abbindeverzögerer wird mittels einer so genannten Fotobetonfolie, die in die Schalung eingelegt wird, aufgebracht.  
 
 
 
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  G  
 
Gesteinskörnung
Gesteinskörnungen für Normalbeton werden durch Aufbereitung natürlicher, industriell produzierter oder wiederaufbereiteter Materialien sowie als Mischung aus diesen Materialien hergestellt. Gesteinskörnungen für Beton sind genormt in der europäischen Norm EN 12620. Als Größtkorn ist 8, 16, 32 oder 63 mm üblich.  
 
 
 
 
Gitterträger
Werksmäßig vorgefertigte Bewehrungselemente nach Zulassung. Sie werden aus glatten, profilierten oder gerippten Stählen hergestellt. Gitterträger bestehen aus Obergurt, Diagonalen und Untergurt.  
 
 
 
 
Grauzement
Der gebräuchlichste Zement ist der sogenannte Portlandzement; erstmals patentiert 1824 für den Engländer Joseph Aspdin. Der Name bezieht sich auf einen Kalkstein, der auf der Halbinsel Portland an der englischen Kanalküste vorkommt. Grauzement wird am häufigsten für die Herstellung von Mörtel und Beton verwendet und ist eines der wichtigsten Bindemittel weltweit für Baustoffe.  
 
 
 
 
GS-Zeichen
Gütesiegel für geprüfte Sicherheit; erteilt von der BauBG; damit wird die Übereinstimmung mit dem Gerätesicherheitsgesetz, der betreffenden EG-Richtlinie sowie weiteren Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen bescheinigt.  
 
 
 
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  H  
 
Halbfertigteil
Vorgefertigtes Betonbauteil, das durch Ortbetonergänzung zu einem massiven, monolithisch wirkenden Bauteil veredelt wird.  
 
 
 
 
HiQ
„High Quality“ – Qualitätsmanagement- und -sicherungssystem der Syspro-Mitglieder mit erweiterter Eigen- und Fremdüberwachung. http://www.syspro.de/bausystem/hiq.html  
 
 
 
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  M  
 
Management-buy-out
Eigentümerwechsel eines Unternehmens, bei dem das Management die Mehrheit des Kapitals von den bisherigen Eigentümern erwirbt.  
 
 
 
 
Merkblatt B1
Merkblatt des Vereins Deutscher Zementwerke e.V. Zemente und ihre Herstellung. Link: http://www.bdzement.de/uploads/media/B01.pdf  
 
 
 
 
Montageanleitung
Von der Syspro-Gruppe erarbeitete Broschüre mit Hinweisen für die sichere Montage von Doppel- und Thermowandelementen sowie für das Verlegen von Elementdecken.  
 
 
 
 
Montageunterstützung
System aus Jochen und Balken für den Montagezustand von Deckenelemente; die Positionierung ist dem von Werk erstellten Verlegeplan zu entnehmen.  
 
 
 
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  P  
 
Pigmente
Farbgebende Substanzen – natürliche oder synthetische –, die in ihrem Anwendungsmedium unlöslich sind. Untergruppen: Organische Pigmente, anorganische Pigmente.  
 
 
 
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  R  
 
Referenzfläche
Erprobungsfläche, deren Oberflächenbeschaffenheit als verbindlicher Standard für die Abnahme vereinbart wird. Beurteilt werden dabei Faktoren wie Farbgleichheit, Porenbildung und Ebenheit im Bereich von Schalhautstößen (Grate, Versatz).  
 
 
 
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  S  
 
Sandwichplatte
Massives Betonfertigteil mit Dämmschicht zwischen der Innen- und der Außenschale.  
 
 
 
 
Selbstverdichtender Beton
Abkürzung: SVB. Spezielle Betonrezeptur mit Fließmitteln und höherem Mehlkorngehalt. Entlüftet selbsttätig durch die Wirkung der Schwerkraft, d.h. der Beton fließt in die Schalung; der Arbeitsgang „Verdichten“ (Rütteln) entfällt. Einsatzgebiet: Komplexe Schalungsgeometrie, sehr dichte Bewehrung. SVB ergibt porenarme, gleichmäßige Oberflächen.  
 
 
 
 
Sichtbeton
Sichtbeton ist Beton, der nicht verputzt oder verblendet wird und dessen Ansichtsflächen meist gestalterische Funktionen erfüllen und ein bestimmtes Aussehen haben sollen. Die entsprechenden Definitionen finden sich in der Norm DIN 18217 „Betonoberflächen und Schalhaut“. Sichtbetonklassen und die mit diesen Klassen verknüpften Anforderungen legt das Merkblatt „Sichtbeton – Planung, Ausschreibung, Vertragsgestaltung, Ausführung und Abnahme“ fest; 1. Auflage 2004, 2. korrigierte Auflage 2008. Herausgeber sind der BDZ – Bundesverband der Deutschen Zementindustrie und der DBV – Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein.  
 
 
 
 
Sieblinie
Grafische Darstellung der Kornzusammensetzung von Korngemischen. Die Sieblinie wird ermittelt durch Siebe unterschiedlicher Maschenweite, die den Korngrößen der DIN 4022 und DIN 18196 entsprechen. Regelsieblinien gibt es für Korngemische mit Größtkorn 8 mm, 16 mm, 32 mm und 63 mm.  
 
 
 
 
Sprieße; (Montage-sprieße, Schrägsprieße)
Stabförmiges Abstützelement für den Montagezustand von Wandelementen. Der Neigungswinkel sollte etwa 45° betragen und darf aus Sicherheitsgründen nicht größer als 50° sein.  
 
 
 
 
Stahlbeton-Fertigteil
Vorgefertigte Bauteile aus Beton, Stahlbeton oder Spannbeton; z.B. Wandplatten, Deckenplatten, stabförmige Bauteile, Brückenelemente, Rohre und vieles anderes mehr.  
 
 
 
 
SVB-Richtlinie
Richtlinie „Selbstverdichtender Beton“, herausgegeben vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb).  
 
 
 
 
Syspro
Der Name entlehnt sich aus dem Begriff „vorgefertigte Systemprodukte?. Synergieverbund und Qualitätsgemeinschaft fortschrittlicher mittelständischer Betonfertigteilproduzenten.  
 
 
 
 
Syspro-Zulassung
Bauaufsichtliche Zulassung ( s. „Zulassung“) Z-15.2-162 für SysproPART-Thermowände; Z-15.2-118: St-Gitterträger für Syspro-Elementwände  
 
 
 
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  T  
 
Transportanker
Offener Bügel mit quer angeschweißtem Druckbolzen für die Montage von Wandelementen. Die Herstellung des Ankers erfolgt von einem durch den Fachausschuss Bau und der Syspro überwachten Lieferanten, der Einbau in einem Syspro-Werk. Das System steht unter Patentschutz.  
 
 
 
 
Traverse
Balkenförmiges Tragmittel für den Krantransport .  
 
 
 
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  U  
 
Umlaufanlagen
Automatisierte Produktionsanlagen für Betonfertigteile mit roboter-unterstütztem Umlauf der Fertigungspaletten. http://www.syspro.de/bausystem/technologie.html  
 
 
 
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  W  
 
Weißzement
Weißzement wird aus sehr eisenarmen Rohstoffen hergestellt (Fe2O3-Gehalt < 0,1 %). Er eignet sich für hellfarbigen Beton und lässt sich mit Farbpigmenten besser einfärben als „normaler“ grauer Portlandzement. Die Herstellung von Weißzement ist aufwendiger als die von Grauzement. Auch die Rohstoff-Anforderungen sind höher: Verwendet werden helle Körnungen mit ausreichender Druck-, Witterungs- und Farbbeständigkeit wie Marmor, Quarzit, Diabas, Porphyr oder auch Kalkstein.  
 
 
 
 
WU-Richtlinie
Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton (WU-Richtlinie)“, herausgegeben vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb). Regelwerk für Planung und Ausführung. Anwendungsbereich: Bodenplatten und Wände sowie sinngemäß auch Decken, Dächer, Behälter und Becken; „Weiße Wannen“.  
 
 
 
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  Z  
 
Zulassung
So genannte Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassungen werden vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), Berlin, erteilt. Solche Zulassungen werden benötigt, wenn Bauprodukte oder Bauarten nicht in einer Norm geregelt sind und auch nicht durch allgemein anerkannte Regeln der Technik beschrieben sind. Zulassungen dienen als Verwendbarkeits- bzw. Anwendbarkeitsnachweis.  
 
 
 
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