Thermowände

Die kerngedämmte Variante der Doppelwand, kurz: Thermowand hat unschlagbare Vorteile. Schon mit relativ schlanken Wänden lassen sich gute Dämmwerte bei gutem Schallschutz erzielen.

Die Dämmschicht wird gut geschützt zwischen den beiden Betonschalen eingebaut. So kann der Dämmstoff weder beim Transport noch bei der Montage auf der Baustelle oder später beschädigt werden.

Die Ausführung von Thermowänden erfordert ein spezielles Know-how; Voraussetzung ist die bauaufsichtliche Zulassung der Syspro-Gruppe. Das System ist mehrfach patentrechtlich geschützt.

Die Produktion verläuft ähnlich wie bei Doppelwänden. Ein zusätzlicher Produktionsschritt ist das Einlegen der Dämmplatten.

Thermowände haben alle Vorteile der „normalen“ Doppelwand und zusätzlich ihre spezifischen Highlights: Die normalerweise handwerklich aufwendigen, fehleran­fälligen Dämmarbeiten werden witterungsunabhängig im Werk erledigt. Dies verkürzt den Fertigstellungsprozess auf der Baustelle.

Für die Dämmung in der Thermowand wird kein Kleber benötigt; damit entfällt eine Haltbarkeitsschwachstelle. In der fertigen Wand ist die Dämmung rundum von Beton umschlossen und damit unerreichbar für Witterungs­einflüsse und tierische Schädlinge. Im Keller sorgt die Thermowand für ausgeglichenes, trockenes Raumklima.

Eine Thermowand mit beispielsweise 6 cm Innenschale und 12 cm Kernbeton erreicht beim Brandschutz die Widerstandsklasse F90.

http://www.syspro.de/planung/thermo.html

[1] Vorgefertigte Innenschale
[2] Kernbeton (Baustelle)
[3] Gitterträger mit
     nichtrostender Diagonale
[4] Werkseitig eingebaute
     Kerndämmung
     nach Syspro-Zulassung
[5] Vorgefertigte Außenschale

Wohnkeller
Bei Kellerräumen mit einer hochwertigen Nutzung als Aufenthalts- oder Wohnraum sind an die Außenwände besonders hohe Anforderungen zu
stellen, damit es nicht zu konstruktionsbedingten Feuchteschäden kommt.

Die an Wandoberflächen vielfach beobachtbare Feuchtigkeit ist in den meisten Fällen auf die anfangs erhöhte Eigenfeuchte der Baustoffe zurückzuführen. Doppelwände sind aufgrund ihrer geringen Dicke bereits im Bauzustand weitestgehend ausgetrocknet.

Thermowände verhalten sich dank der Eigenschaften des eingelagerten Dämmstoffs nochmals günstiger.

Thermowand
Anschlußdetail Keller/Bodenplatte mit Thermowand. Minimierung des Wärmebrückenverlustes im Passivbau

Passivbau
Wärmebrücken werden bei der Bauweise mit SysproPART thermo bereits von der Bodenplatte aus vermieden. Der Kernbeton füllt den Wandquerschnitt lückenlos aus. Hinter den Arbeitsfugen befindet sich eine monolithische Konstruktion, die wind- und luftdicht ist. Eine Variante speziell für den Bau von Passivhäusern wurde vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. begutachtet.

Der Wandaufbau (39 bis 42 cm):

  • 5 cm Innenschale aus Beton C25/30,
  • 20 cm Kerndämmung PU WLG 024,
  • 8 bis 10 cm Ortbetonkern C20/30,
  • 7 cm Wetterschale aus Beton C25/30,

Der U-Wert beträgt rechnerisch 0,147 W/m2•K.

Top

Know-how um Beton Bauteile

WU-Richtlinien

Dämmschicht

Syspro-Zulassung